Für Praxen und Kliniken

Wo die Schalltherapie in Ihrem Behandlungsablauf steht

Zehn bis zwanzig Minuten, keine Vorbereitung, kein Verbrauchsmaterial, kein Aufräumen danach. Der DuoSonic setzt keinen neuen Raum, keine neue Fachkraft und keine neue Praxisstruktur voraus — er setzt auf dem auf, was Sie ohnehin tun.

Indikationen

Wofür der DuoSonic eingesetzt wird

Wir unterscheiden auf dieser Seite sauber zwischen den freigegebenen Indikationen und weiteren Anwendungen, die derzeit klinisch evaluiert werden. Diese Trennung ist uns wichtig — bei einem Medizinprodukt gehört sie zur Seriosität dazu.

Indikation

Myofasziale Schmerzen und muskuläre Verspannung

Die Leitindikation. Triggerpunkte, fasziale Verklebungen, muskuläre Hypertonie — der Behandlungsfall, der in Orthopädie und Physiotherapie täglich mehrfach auf der Liege liegt.

Indikation

Chronischer muskuloskelettaler Schmerz

Rückenschmerz, Nackenschmerz, Gonarthrose, Fibromyalgie. Patienten, bei denen die manuelle Therapie an ihre zeitliche Grenze stößt und ein zusätzlicher, wiederholbarer Reiz sinnvoll ist.

Myofasziale Beschwerden bei craniomandibulärer Dysfunktion behandeln wir künftig mit einem eigenen Gerät: dem DentalSonic für Zahnmedizin und CMD-Schwerpunktpraxen. Er ist in Entwicklung.

Weitere Anwendungen · in klinischer Evaluation

  • Muskelkater (DOMS) und Sportregeneration
  • Spastik und neurologische Rehabilitation
  • Postoperative und orthopädische Rehabilitation
  • Geriatrie, Mobilität und Sturzprophylaxe
  • Kontrakturen und eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit
  • Unterstützung der lokalen Mikrozirkulation

Diese Anwendungen werden derzeit klinisch evaluiert. Sie sind ausdrücklich nicht Teil der freigegebenen Indikationen und stellen keine Wirkaussage dar.

Das Wirkprinzip

Warum es wirkt: zwei Mechanismen, beide mit Literatur hinterlegt

Die therapeutische Wirkung beruht auf definierten mechanischen Schwingungen im Bereich von 10 bis 150 Hz. Zwei Mechanismen sind in diesem Frequenzbereich klinisch am besten belegt — und sie erklären, warum die Frequenzwahl im Behandlungsablauf eine therapeutische Entscheidung ist.

Schmerzmodulation über den Gate-Control-Mechanismus

Mechanische Schwingung aktiviert schnell leitende Aβ-Mechanorezeptoren. Nach der Gate-Control-Theorie hemmen diese die Weiterleitung nozizeptiver Signale auf Rückenmarksebene. Der Effekt ist bei etwa 100 Hz am ausgeprägtesten — deshalb lässt sich am Ende einer Sitzung automatisch eine 100-Hz-Phase zuschalten.

Regulation des Muskeltonus

Fokale Schwingung im Bereich von etwa 50 bis 100 Hz stimuliert Muskelspindeln und Golgi-Sehnenorgane und moduliert die spinale Reflexaktivität. Das trägt zur Senkung eines erhöhten Muskeltonus bei — der Grund, warum bei muskulärer Verspannung im unteren Frequenzbereich gearbeitet wird.

Belegt u. a. durch Melzack & Wall 1965 · Lundeberg 1984 (n=366 bzw. n=267 über 18 Monate) · Staud et al. 2011 · Casale et al. 2014 (doppelblind, 100 Hz, n=30). Vollständige Literaturangaben in der Gebrauchsanweisung. Technische Beschreibung und Frequenzeinordnung auf der Seite Technik & Daten.

Der Ablauf

Eine Behandlung, Schritt für Schritt

Kontraindikationen prüfen

Aktive Implantate, akute Thrombose, Hämatome, maligne Prozesse, akute Entzündung oder offene Wunden im Behandlungsgebiet schließen die Behandlung aus — vollständige Übersicht.

Applikator und Tiefe wählen

Großer Applikator für Flächen und große Muskelgruppen, kleiner für Hände, Füße, Gesicht und kleine anatomische Strukturen. Soft für empfindliche und oberflächliche Regionen, Deep für tiefe Muskulatur.

Frequenz und Intensität einstellen

Über die Körperkarte den Muskel auswählen und die hinterlegten Startwerte übernehmen — oder manuell einstellen. Immer mit niedriger Intensität beginnen.

Behandeln

Direkt auf bloßer Haut, ohne Druck, langsam entlang des Muskelverlaufs oder punktuell auf dem Triggerpunkt. Für kleine Strukturen wie Hände, Füße und Gesicht wechseln Sie auf den kleinen Applikator.

Timer läuft ab

Das Gerät beendet die Behandlung automatisch. Optional schaltet es zum Abschluss eine Phase bei 100 Hz zur Schmerzmodulation zu.

Applikatoren aufbereiten

Reinigen und desinfizieren nach jedem Patienten. Kein Gel bedeutet: kein Schallkopf zu putzen, keine Rückstände auf der Liege.

Die Parameter sind schon im Gerät

Für die häufigen muskuloskelettalen Indikationen sind Programme vorgespeichert. Über die Körperkarte auf dem Touchdisplay wählen Sie Muskel und Triggerpunkt direkt aus — das Gerät schlägt die passenden Parameter vor. Anpassen können Sie jeden Wert von Hand: Die Programme sind ein Startpunkt, keine Vorgabe.

Das ist der Grund, warum sich die Behandlung delegieren lässt. Nach der Einweisung muss niemand Frequenzen im Kopf haben — und zwei Behandler kommen bei demselben Befund auf dieselbe Einstellung.

Wie die Steuerung im Detail aufgebaut ist, steht unter Technik & Daten.

Der Applikator liegt ohne Koppelgel direkt seitlich am Kniegelenk auf, die zweite Hand des Behandlers fixiert das Bein. Die Ausbreitung der Schwingung ins Gelenk ist grafisch hervorgehoben.

Was das für den Praxisablauf heißt

  • Schmerzfrei. Die Behandlung tut nicht weh — auch am Gelenk, am Hals und im Gesicht. Das erleichtert es, eine Serie über mehrere Wochen durchzuhalten.
  • Delegierbar. Nach der Einweisung führt geschultes Fachpersonal die Behandlung durch.
  • Standardisierbar. Timer und hinterlegte Parameter machen die Behandlung über Behandler hinweg reproduzierbar.
  • Mobil. 5,1 kg im Koffer — für Zweitstandorte, Hausbesuche und Vereinsbetreuung.
  • Wahrnehmbar. Der Patient spürt und hört die Behandlung. Das steigert die Patientenakzeptanz spürbar und macht den Wert der Behandlung nachvollziehbar — gerade bei einem Verfahren, das die meisten noch nicht kennen.

Behandlungsdauer 10–20 Minuten · 2 Sitzungen pro Woche · Serie von etwa 4–6 Sitzungen je Patient.

Sicherheit

Kontraindikationen im Überblick

Der DuoSonic darf ausschließlich von geschultem medizinischem Fachpersonal angewendet werden. Diese Übersicht ist eine Kurzfassung — verbindlich ist allein die Gebrauchsanweisung.

Absolute Kontraindikationen

Eine Behandlung darf nicht durchgeführt werden bei:

  • Aktiven Implantaten: Herzschrittmacher, implantierbare Defibrillatoren (ICD), Insulinpumpen oder anderen elektronisch gesteuerten Implantaten
  • Akuter Thrombose oder Thrombophlebitis im Behandlungsgebiet
  • Prellungen, Hämatomen oder akuten (inneren) Blutungen im Behandlungsgebiet
  • Malignen Tumoren im oder in unmittelbarer Nähe des Behandlungsgebiets
  • Akuten Infektionen oder Entzündungen mit lokaler Überwärmung, Rötung und Schwellung
  • Offenen Wunden, frischen Operationsnarben (< 6 Wochen) oder infizierter Haut im Behandlungsgebiet

Relative Kontraindikationen

Behandlung nur mit erhöhter Vorsicht und gegebenenfalls nach ärztlicher Rücksprache:

  • Schwangerschaft: keine Anwendung an Abdomen oder Lendenwirbelsäule; an den Extremitäten nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Epilepsie: nur unter ärztlicher Aufsicht, insbesondere im Kopf- und Halsbereich
  • Ausgeprägte Osteoporose: reduzierte Intensität und Vorsicht über stark osteoporotischem Knochen
  • Sensibilitätsstörungen: Intensität besonders sorgfältig wählen, da die Rückmeldung des Patienten eingeschränkt sein kann
  • Metallimplantate im Behandlungsgebiet (Endoprothesen, Platten, Schrauben): Intensität bei Beschwerden reduzieren

Mögliche unerwünschte Wirkungen

Während oder nach der Behandlung können vorübergehend auftreten: leichte lokale Hautrötung, eine vorübergehend erhöhte Empfindlichkeit im behandelten Areal, ein muskelkaterähnliches Gefühl sowie leichtes Unbehagen während der Behandlung. Diese Effekte sind in der Regel vorübergehend und bilden sich ohne Maßnahmen zurück.

Nach Fachrichtung

Zwei Wege, den DuoSonic einzusetzen

Dieselbe Technik, zwei unterschiedliche wirtschaftliche Logiken. Suchen Sie sich die heraus, die zu Ihrer Praxis passt.

Fachrichtung 01

Orthopädie, Sportmedizin, Schmerztherapie

In der orthopädischen Facharztpraxis trifft der DuoSonic auf die höchste Dichte an Patienten mit myofaszialen und chronischen muskuloskelettalen Beschwerden — und auf ein Umfeld, in dem individuelle Gesundheitsleistungen längst Routine sind.

Praktisch relevant ist der Delegationsaspekt: Die Behandlung selbst bindet keine Arztzeit. Nach der Einweisung führt die medizinische Fachangestellte oder der Sporttherapeut die Sitzung durch, während die ärztliche Leistung in Befund, Indikationsstellung und Verlaufskontrolle liegt.

Fachrichtung 02

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist der größte Markt für muskuloskelettale Behandlung. Der DuoSonic passt in Praxen jeder Größe — besonders dort, wo mit hohem Durchsatz behandelt wird und wo das eigene Angebot bewusst breiter aufgestellt ist als das Nötigste.

Der stärkste Hebel ist dabei nicht die Technik, sondern die Wahrnehmbarkeit: Eine Behandlung, die der Patient spürt und hört, lässt sich erklären. Eine, die er nicht bemerkt, nicht.

Zur Abrechnung

Wie Sie die Behandlung in Ihrer Praxis abrechnen, entscheiden Sie — im Rahmen der für Sie geltenden Gebührenordnung und passend zu Ihrem Praxismodell. Bei Fragen dazu helfen wir Ihnen gerne weiter: Sagen Sie uns, wie Sie arbeiten, dann stellen wir Ihnen die passenden Informationen zusammen.

Sehen Sie es sich in Ihrer Praxis an.

Vorführung vor Ort oder online, fachliche Einweisung inklusive. Rückmeldung auf Ihre Anfrage am selben Tag.